Wohn- und Gewergebäude Obermühle Haus G, Baar
Wohn- und Gewergebäude Obermühle Haus G, Baar
Das Obermühle Areal mit denkmalgeschützten Villen und einem mehr als 30m hohen, zum Wohngebäude umgebauten Silo prägt das Stadtbild von Baar massgeblich. Ein Bebauungsplan regelt die Transformation des ehemaligen Industriegebietes in ein lebendiges Wohn- und Arbeitsquartiert. Als letzte Etappe werden zwei Bauten und eine grössere Tiefgarage auf der Ostseite des Silogebäudes realisiert. Die Solitärartigkeit der neuen Gebäude soll sich in der Typologie und des architektonischen Ausdrucks zeigen.
Das längliche Gebäude G mit Scheddach hat im Erdgeschoss eine Gewerbenutzung und in den zwei Obergeschossen sind sechs Maisonettewohnungen angeordnet. Im Erdgeschoss gibt es durch den Geländesprung von einem halben Geschoss einen hohen Gewerberaum im südlichen Bereich und zwei Geschosse im nördlichen Bereich. Dadurch werden nicht nur Gewerbeflächen mit unterschiedlichen Qualitäten geschaffen, sondern es wird ein starker Bezug der Gewerberäume zum Werkplatz möglich, in dem von beiden Niveaus ein direkter Zugang zum Gebäude besteht. Ein Scheddach erinnert an die industrielle Zeit und ermöglicht Oberlichtbänder, welche die Wohn- und Esszimmer im 2. Obergeschoss zusätzlich belichten. Der volumetrische Rücksprung im 2. Obergeschoss wurde bereits im Bebauungsplan definiert und dient heute als Terrasse für die Wohnungen. Im 1. Obergeschoss befinden sich Schlafen, Nasszellen und Eingänge der Wohnungen. Die verschiedenen Nutzungen spiegeln sich in der Konstruktionswahl und dem architektonischen Ausdruck wider. So zeigt sich die Fassade im massiv gebauten Erdgeschoss als aufgelöstes Raster mit Glasfaserbetonelementen. Die in Holzbauweise gebauten Obergeschosse sind hingegen als geschlossener Körper mit Lochfenster und einer Verkleidung aus gelochtem Wellblech gebaut.
Bauvollendung
2024
Standort
Obermühle 4, 6340 Baar
Bauherrschaft
Hotz Obermühle AG
Auftragsart
Direktauftrag
Tätigkeit
Projektierung und Planung und Realisierung
Bilder
Reinhard Zimmermann
RBIE-Architekten (Bild 2/3)